Berlin – Take My Breath Away

Album:
Count Three & Pray
Höchste Platzierung: 
3
Erscheinungsjahr:
 1986
Albumcover:
Musikvideo:
MORODERS OSCAR-PRÄMIERTER GENIESTREICH

So eine Werbung ließ man sich gern gefallen. Schließlich kamen echte Flugzeugträger und echte F-14 Tomcats zum Einsatz. Und das Publikum staunte, was die US-Navy so zu präsentieren hatte. Der Film „Top Gun“ des Regisseurs Tony Scott mit Tom Cruise sorgte nicht nur für eine ordentliche Imageaufwertung der amerikanischen Seestreitkräfte, sondern ließ die Zahl der Anmeldungen direkt mal um über 500 % steigen.

Aber das 1986 erschienene Actiondrama war sowieso – abseits der Zurschaustellung militärischer Stärke – in vielerlei Hinsicht ein riesiger Erfolg: Einnahmen von 356 Millionen Dollar, Auszeichnung mit der „Goldenen Leinwand“, Cruises Schauspieldurchbruch. Noch größere Lorbeeren heimste jedoch die Musik zum Film ein: Der Soundtrack – produziert von Giorgio Moroder und Harold Faltermeyer – schaffte es in zahlreichen Ländern auf Platz 1, kassierte in den USA 9-fach Platin und bot zudem mit „Take My Breath Away“ von der kalifornischen Band Berlin einen Song, der 1987 mit einem Oscar sowie als „bester Filmsong“ mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde.

Für das 1979 gegründete New Wave-Trio war es der erste weltweite Single-Erfolg, für den Produzenten Moroder laut eigener Aussage dasjenige seiner Lieder, auf das er in seiner langen und erfolgreichen Karriere besonders stolz war. Dabei war Berlin zunächst gar nicht für die Ballade vorgesehen gewesen. Doch weil mehreren Künstlern das Lied zu emotional bzw. zu langsam war, bekamen die Kalifornier um Sängerin Terri Nunn den Zuschlag. Nunn selbst haderte zunächst ebenfalls mit dem eher Moroder-typischen synthigetränkten Popsound, die fulminanten Chartspositionen in den folgenden Wochen erstickten jegliche Zweifel. Die folgenden Lobeshymnen und Auszeichnungen sollten sich jedoch für die weitere Bandlaufbahn als eher negativ erweisen, denn trotz des überwältigenden Erfolgs kam es 1988 zur Trennung.

Was bleibt ist nichtsdestotrotz ein Hit für die Ewigkeit, mit der markanten Basslinie aus dem Soundkatalog eines Yamaha DX7, mit der betörend gefühligen Leadstimme von Terri Nunn und den epischen Bildern, wie sie sich nur die Kinder der 80er immer wieder vergegenwärtigen können: Maverick Mitchell, Charlie Blackwood, und diese fantastischen Aufnahmen aus dem dröhnenden F-14 …

Urteil: Eine Hymne, ein Geniestreich der Geschichte der Filmmusik, eine Ballade, deren melodische Grazilität und kompositorischer Pathos nur so und nicht anders Mitte der 80er entstehen konnte.

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