Datum 2004
höchste Platzierung in den dt. Charts 4
Album Tha Smokin´ Nephew
Website https://myspace.com/babybash

SMOOTHE BLOW-JOB-NUMMER

„Man it seems like everybody is tryin to fuck everybody’s girl! Lol kats try to b sneaky! I jus crack up at fooz! UNCOCKBLOCKABLE!“ Yo Mothafucka, da empört sich ja jemand über die polygamischen Verhältnisse in seinem Umfeld. Dabei ist der kalifornische Rapper Ronnie Ray Bryant alias Baby Bash, Sohn einer Mexikanerin und eines Ango-Amerikaners, selbst garantiert auch kein Kind von Traurigkeit: Marihuana-Besitz und… ok, das war´s schon. Immerhin verbrachte der Musiker aus diesem Grund  im September 2011 eine halbe Nacht in texanischer Untersuchungshaft. Ansonsten zeichnete sich Baby Bash bisher vor allem als cleverer Geschäftsmann aus, der eigens einen Energy Drink für Frauen („Go Girl“) erfand. Und Musik macht er natürlich auch.

So erzielte er 2004 einen achtbaren Erfolg mit dem an „Höhepunkten“ armen Softporno-R&B-Song „Suga Suga“, das im gemächlich-entspannten Tempo eine Vielzahl männlicher Fantasien behandelt und in unzweideutige Worte übersetzt: „Now I ain’t worried about a thang ‚cause I just hit me a lick. I got a fat sack and a super fly chick.“ Oder auf Deutsch: „Ich mache mir momentan keine großen Gedanken, weil ich gerade einen geblasen bekomme. Ich habe viel Geld und eine megaheiße Braut.“ Womit die substanzielle Existenzgrundlage eines Hip Hoppers aus dem inzwischen insolventen Vallejo im sonnigen Kalifornien im Wesentlichen beschrieben wurde. Dass dem Baby in den folgenden Jahren trotz prominenter Mitwirkung von Milieukollegen wie Sean Kingston, Akon und T-Pain nicht mehr viel gelang, lag womöglich auch daran, dass die poppigen Produktionen wie auf seinem Album „Tha Smokin´ Nephew“ weitestgehend gewöhnlich und austauschbar wirkten. Daran änderten auch die deutlich härteren Rap-Auftritte nichts, mit denen sich Baby Bash 2013 („Dance All Night“) präsentierte: Immer nur Frauen, Party, Frauen, Party und Blow Jobs sind vielleicht auch auf Dauer langweilig.

Übrigens: Der erwähnte Energy Drink, den der Rapper mit dem Titel „Go Girl“ versah, sollte besser nicht mit dem gleichnamigen Produkt aus dem Hause FemMed verwechselt werden. Dieser ist ebenfalls den Damen gewidmet, soll ihnen jedoch auf revolutionäre Art bei der „Entsorgung“ jeglicher Drinks behilflich sein. Aber man überzeuge sich am besten selbst davon – hier.

Auf seiner Facebook-Seite erwähnt Baby Bash jedenfalls die Namenskonkurrenz mit keinem Wort…

Aktuell: Das letzte Album heißt „Unsung“ und stammt aus dem Jahr 2013. Besondere Spuren hinterlässt der über 40-Jährige derzeit allerdings nicht.

Urteil: Smoothe, sehr erotisch aufgeladene R&B-Nummer, die aus einem insgesamt weniger bemerkenswerten Oeuvre des Amerikaners deutlich herausragt.

Jan

Baby Bash – Suga Suga
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